Richtfest für Passivhaus-Wohnungen


Frankfurt-Kalbach: Monolithischer Ziegel-Geschossbau in Passivhausbauweise


Freuen sich über die abgeschlossenen Rohbauarbeiten des Geschosswohnungsbaus in Frankfurt-Kalbach (v.l.n.r.): Rudolf Bax (Geschäftsführer des Klinker- und Ziegelwerkes Wenzel), Rechtsanwalt Frank Junker (Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding), Edwin Schwarz (Baudezernent der Stadt Frankfurt), Dr. Thomas Fehlhaber (Geschäftsführer der Unipor-Ziegel-Gruppe).


Ergänzt schon bald das Frankfurter Angebot an bezahlbarem Wohnraum nach Passivhausstandard: die fünf Geschosshäuser mit insgesamt 50 Wohneinheiten in Frankfurt-Kalbach.

Frankfurt – In Frankfurt-Kalbach wurde am Donnerstag das Richtfest für den Neubau von 50 Wohnungen in Passivhaus­standard gefeiert. Zu den Gästen der Veranstaltung zählten auch die Vertreter der Frankfurter Aufbau AG, die als Bauherr fungiert, sowie die für den Entwurf des Bauprojektes zuständigen Experten von Scheffler und Partner Architekten aus Frank­furt. Sie stellten vor Ort das zukunftsweisende Kon­zept des Mehrgeschoss­baus im Frankfurter Norden vor. Das Be­sondere: Die Wohnungen in den insgesamt fünf Ge­schosshäusern nach Passivhaus­standard wurden in massiver Ziegelbauweise errichtet. Ei­nen ho­hen energe­tischen Stan­dard gewährleistet dabei der einge­setzte Wandbaustoff. So ermöglicht der mit natür­lichem Dämmstoff gefüllte Mauerziegel „Unipor W07 Coriso“ des Klinker- und Ziegelwerkes Wenzel (Hainburg) das mono­lithische Bauen nach Passivhaus-Standard – auch ohne auf­wändige Zusatzdämmung der Außenwände (WDV-System).

Zurecht gilt Frankfurt unter Fachleuten als die „Passivhaus-Hauptstadt“ Deutschlands. So entstanden in der Metropole am Main in den vergangenen zehn Jahren rund 900 Wohnungen, zwei Schulen und mehrere Kindertagesstätten in Passivhaus­bauweise. Mit derzeit mehr als 100.000 Quadratmeter Nutzfläche in verschiedenen Gebäudetypen nach Passivhaus­standard ist Frankfurt weltweit Spitzenreiter.

50 Passivhaus-Wohnungen zum bezahlbaren Preis

Und das bereits vorhandene Angebot an energieeffizientem Wohnraum wird schon bald ergänzt. Denn gestern wurde das Richtfest für 50 Passivhaus-Wohnungen in insgesamt fünf Mehr­familienhäusern im Frankfurter Stadtteil Kalbach gefeiert. Die Impulse für den Geschossbau lieferte als Bauherr die Frankfurter Aufbau AG – ein Unternehmen im Konzernverbund der ABG Frankfurt Holding. Die renommierte Wohnungs­gesellschaft setzt bereits seit vielen Jahren auf die „Zukunfts­technologie Passiv­haus­standard“ – auch bei mehrgeschossigen Mietwoh­nungs­objekten. Denn in Anbe­tracht explodierender Energie­preise soll langfristig ein bezahlbares Angebot an Wohn­raum in Frank­furt angeboten werden. „Die Passivhaus­technologie hat sich auch im Geschosswohnungsbau hervor­ragend bewährt. Dies ist wenig überraschend, denn im Vergleich zu einem frei­stehenden Einfamilienhaus reduzieren sich die Wärme abstrah­lenden Außenflächen doch ganz beträchtlich“, erklärt Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding. Mit rund 900 errichteten oder im Bau befindlichen Wohnungen nach Passiv­haus­standard ist das Unternehmen weltweit führend bei dieser besonders energie­sparenden Bau­weise.

Passivhausziegel für den Geschosswohnungsbau

Um dem hohen Anspruch an energieeffizientes Bauen gerecht zu werden, entschieden sich die Immobilienexperten beim Mehrge­schoss­bau im Frankfurter Norden für den Wandbaustoff „Unipor W07 Coriso“. Der mit Dämmstoff gefüllte Mauerziegel wurde hergestellt und angeliefert vom Klinker- und Ziegelwerk Wenzel – einem Mitglied der bundesweiten Unipor-Gruppe. Neben dem Baustoff lieferte das Unternehmen aus der Region Frankfurt auch das notwendige Know-How zu dessen Verarbeitung. Diplom-Ingenieur Roscoe Baptist hat als zertifizierter Passivhausplaner aus dem Hause Wenzel die Projektierung und Ausführung des Bauvorhabens in Kalbach von Beginn an begleitet. Mit einem Wärme­leitwert von 0,07 W/(mK) ermöglicht der Unipor W07 Coriso den Bau von monolithischen Außen­wänden, die einen U-Wert von 0,14 W/(m2K) er­reichen und damit für Passiv­häuser geeignet sind. Möglich macht das die besondere Füllung des Ziegels. Sie wirkt so hoch­wärme­­dämmend, dass eine aufwändige Zusatzdämmung der Außen­­wände (WDV-System) auch bei den hohen ener­getischen Anforderungen wie an ein Passivhaus ent­fallen kann. Mit seinen guten Wärmedämm­eigenschaften leistet der gefüllte Mauer­ziegel einen aktiven Beitrag zum Klima­schutz und bietet gleich­zeitig ein Plus an Wohnqualität für die zukünftigen Mieter der Wohnungen in Kalbach. Denn die monolithische Ziegel­bauweise wirkt sich nachweislich positiv auf das Raumklima und die Wohn­ge­sund­heit aus. Mit ihrer kapillaren Struktur nehmen die Ziegel Feuchtig­keit auf und geben sie bei Bedarf wieder ab. Damit beugen sie effektiv der Schimmelbildung im Haus vor. „Der Unipor W07 Coriso schafft auf natürliche Weise eine thermische Hülle mit einer hohen Oberflächentemperatur der Wände an der Innenseite, so dass für ein angenehmes Wohnklima gesorgt ist“, betont Dr. Thomas Fehlhaber von der Unipor-Ziegel-Gruppe.

Das neue Wohnungsangebot im Stadtteil Kalbach entsteht im Rahmen des Frankfurter Programmes für familien- und senioren­gerechten Miet­wohnungsbau und richtet sich speziell an Haus­halte mit einem mittleren Bruttojahreseinkommen. „Vor allem für junge Familien ist das neue Wohnangebot in Kalbach gleich doppelt reizvoll. Denn neben den ökonomischen Vorteilen kann der Geschosswohnungsbau auch durch seine geografische Lage punkten. Der Stadtteil liegt nördlich der Frankfurter Innen­stadt und die Nähe zum Bad Homburger Kreuz und der Autobahn A661 macht ihn auch für Berufspendler attraktiv“, erklärt Junker. Die Wohnungen sind voraussichtlich ab August 2011 bezugsfertig, so dass sich die künftigen Mieter dann über ein weiteres attraktives Wohnangebot nach Passivhaus­standard in Frankfurt freuen dürfen.




Dateien:
10-03_Leipfinger_Bader_Passivhaus_Kalbach.doc
10-04_Leipfinger_Bader_Projektbeteiligte.JPG
10-04_Leipfinger_Bader_Rohbau.JPG


<- Zurück zu: Presse