Wärmebrückenkatalog für die Projektierung von Passivhäusern


Leipfinger-Bader informiert über den Passivhausbau mit gefüllten Mauerziegeln


Dient als Planungshilfe für Architekten und Ausführende: der „Wärmebrückenkatalog für Passivhäuser“ von den Ziegelwerken Leipfinger-Bader.

Für den passivhausgerechten Einsatz von gefüllten Mauer­ziegeln bieten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader jetzt einen Wärme­brücken­katalog an. Er wurde in Zusammenarbeit mit Planern und Passivhaus-Experten entwickelt und dient als praxisnahe Pla­nungshilfe für Architekten und Ausführende. Der Katalog enthält sowohl die Be­messungs­grundlagen als auch die linearen Wärme­durchgangs­koeffizienten (ψa-Werte) für die Außen­bauteile – ebenso wie Informationen über die luftdichte Aus­führung. Detail­zeichnungen stellen ferner die wich­tigsten Passivhaus­anschlussdetails mit dem gefüllten Mauer­ziegel „Unipor W07 Coriso“ dar. Dieser ermöglicht mit einem Wärme­leitwert von 0,07 W/(mK) den Bau von monolithischen Außen­wänden, die einen U-Wert von 0,14 W/(m2K) er­reichen – und damit für Passiv­häuser geeignet sind. 

Passivhäuser sind Wohn- oder Nichtwohngebäude, die sich durch einen besonders niedrigen Heizwärmebedarf auszeichnen. Ermöglicht wird dies durch das Zusammenspiel von luftdichter Bauausführung, dreifachverglaster Fenster sowie einer kontrollierten Belüftung mit Wärme­rückgewinnung. Zudem ist eine wärme­brückenarme Konstruktion der Außenwände von zentraler Bedeutung für den passivhausgerechten Bau. Bei der Gebäudehülle können insbesondere in Anschlussbereichen von Bau­teilen Wärmeverluste entstehen, die es bei der Projektierung mit Korrekturkoeffizienten zu berücksichtigen gilt. Am Ende müssen zum Bei­spiel die U-Werte der opaken Außenbauteile unter 0,15 W/(m2K) liegen. In kleineren Gebäuden können sogar Werte bis zu 0,10 W/(m2K) nötig werden. Die thermische Qualität der Außenhülle erfordert daher vor allem die Minimierung von Wärme­brücken. Um dies zu gewährleisten, sind alle Anschluss­details zu unter­suchen und zu opti­mieren. Ziel ist es, die wärme­dämmende Hülle an keiner Stelle wesentlich zu unterbrechen. Das Gebäude soll insge­samt wärmebrückenarm sein. „Das erfordert eine gute Planung, die sorgfältige Ausführung der Details und natürlich auch einen Baustoff, der als Basis für gesunden und nach­haltigen Wohnbau dient“, erklärt Thomas Bader, Geschäfts­führer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf, Niederbayern).

Planungshilfe für den Passivhausbau mit Mauerziegeln

Speziell für den Passivhausbau bieten die Ziegel­werke Leipfinger-Bader – neben den geeigneten Wandbaustoffen – jetzt auch einen Wärme­brücken­katalog für Passivhäuser an. Er wurde in Zusammen­arbeit mit Architekten und Passivhaus-Experten entwickelt und beinhaltet wichtige Ausführungs­hinweise. So werden anhand ausgewählter Zeichnungen die wichtigsten Passivhaus­anschlussdetails des gefüllten Mauerziegels Unipor W07 Coriso grafisch dargestellt. Ferner liefert die Publikation auch die Darstellung allgemeiner Qualitäts­kriterien und Berechnungs­grundlagen beim Bau von Ziegel-Passiv­häusern sowie die linearen Wärmedurchgangs­koeffizienten. Sie wurden für die Zertifizierung W07 Coriso-Wandsystems durch das Passivhau­sinstitut in Darmstadt ermittelt. Dazu wurden die Werte für die einzelnen Anschlussdetails exakt berechnet und ihre luftdichte Ausführung nachgewiesen. Diese Bemessungsgrundlagen sowie Informationen über die luftdichte Ausführung sind in der Publikation „Wärmebrückenkatalog für Passivhäuser“ ebenfalls aufgeführt.

Passivhausbau mit Unipor W07 Coriso

Als erster Hersteller in Europa bietet Leipfinger-Bader ein Bausystem an, mit dem monolithische Ziegelhäuser nach Passivhausstandard errichtet werden können. Denn die Dämmstoff-Füllung des Unipor W07 Coriso wirkt so hochwärme­dämmend, dass ein aufwändiges Wärmedämm-Verbund­system (WDV-System) –  sogar bei den hohen energetischen Anfor­derungen an ein Passivhaus – nicht mehr benötigt wird. Mit seinem im Inneren integrierten Dämmstoff erreicht der Ziegel einen Wärme­leitwert von 0,07 W/(mK). Auf diese Weise lassen sich Außen­wände mit einem U-Wert von 0,14 W/(m2K) errichten. Der für Passivhäuser geforderte U-Wert liegt bei maximal 0,15 W/(m²K). Damit ermöglicht der Unipor W07 Coriso die Erstellung von monolithischen Außenwänden, die Passivhaus-Standard erreichen. Auch in puncto Statik und Massivität kann der gefüllte Mauer­ziegel überzeugen, wie die aktuelle bauaufsichtliche Zu­lassung (DIBt., Z-17.1-935) belegt.

Unipor W07 Coriso

Wärmeleitwert W/(mK)

0,07

U-Wert Außenwand W/(m2K)

0,14

Festigkeitsklasse

4

Zulässige Druckspannung MN/m2

0,6

Rohdichteklasse

0,65 und 0,70

Wandstärke in cm

49

Mit der Produktion des Unipor W07 Coriso leisten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader als Mitglieds­unternehmen der bundesweiten Unipor- Gruppe einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und bieten gleichzeitig auch ein Plus an Wohnqualität. Denn mono­lithische Ziegel­bauten wirken sich auch positiv auf das Raumklima und die Wohngesundheit aus. Aufgrund ihrer kapillaren Struktur nehmen die Ziegel Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf wieder ab. Damit beugen sie effektiv der Schimmelbildung im Haus vor. Passivhäuser zeichnen sich zudem durch eine besonders konstante Innen­temperatur aus. Darüber hinaus ergeben sich beim Hausbau erhebliche Zeit- und Kostenvorteile, da das Anbringen eines WDV-Systems ent­fällt. „Mit dem Unipor W07 Coriso wird auf natürliche und effiziente Weise eine thermische Hülle geschaffen, welche die Atmungsaktivität der Wände fortbestehen lässt“, betont Bader.






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